Die Mühlen der Justiz oder Behörden (Gerechtigkeit?)
mahlen langsam, aber sie mahlen!

Dieser Spruch ist wohl einer der Dümmsten der Geschichte, weil der Schaden welcher während dieses "Mahlvorganges" angerichtet wird, oft nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Und was soll nach einem Mahlvorgang noch übrig bleiben?


Meine Geschichte

Vor einigen Monaten ging diese Homepage online. Viele interessierte Leser kamen vorbei, einige traten mit mir in Kontakt. In der Zwischenzeit hat sich einiges geändert, und so möchte ich allen welche schon mal hier waren sowie allen Neuen an der Entwichlung meines Kampfes gegen die Behördenwillkür teilhaben lassen.

... und so ging's weiter


So fing alles an ...

Ich lebte in einer 5jährigen Beziehung und mit diesem Mann hatte ich eine 2,5 jährige Tochter. Die Beziehung lief nicht gut und als sich die Probleme häuften sah ich keinen anderen Ausweg mehr als mich zu trennen. Leider verlief die Trennung nicht schön ab und unter den Umständen litten wir alle. Ich war bereits schon einmal geschieden und hatte aus der ersten Ehe einen Sohn.

Am schlimmsten unter der Trennung litt aber meine kleine Tochter. Sie entwickelte Verhaltensauffälligkeiten, die ich mir nicht erklären konnte. Meines Erachtens habe ich mein Bestes gegeben um sie aus den ganzen Problemen, die ich damals mit meinem Ex-Partner hatte, herauszuhalten. Aber offensichtlich war mir das nicht gelungen. Meine Tochter besuchte anfangs regelmäßig alle 14 Tage ihren Papa übers Wochenende und zwischendurch durfte sie ihn auch sehen wenn es ihr Wunsch war oder sie telefonierte mit ihm. Trotzdem ging es ihr nicht gut und sie wurde in ihrem Verhalten immer auffälliger. Sie weinte oft ohne ersichtlichen Grund, bekam Wutausbrüche und das ganz besonders dann, wenn sie wieder mal ein Wochenende bei ihrem Papa war.

Es ging so weit, dass sie sich eines Tages vehement weigerte zu ihrem Papa zu gehen. Ich redete mit ihr wie man mit einer 3-jährigen nur reden konnte, machte ihr ihren Papabesuch schmackhaft und gab sie mehr oder weniger gegen ihren Willen an den Wochenenden zu ihrem Papa. Wenn sie dann von ihrem Papa zurückkehrte machte sie mir unter bitteren Tränen Vorwürfe, ich hätte sie allein gelassen.

Zwei Wochen später die gleiche Situation, sie wollte nicht zu ihrem Papa, sie versteckte sich regelrecht unter dem Tisch und klammerte sich am Tischbein fest. Ich versuchte mit dem Kindsvater (KV) zu reden und bat ihn um eine Auszeit, da er schließlich auch ihr Verhalten beobachten konnte. Aber das lehnte er, mit der Begründung ab, dass ich meine Tochter manipulieren würde und von ihm fern halten wolle. Er war zur damaligen Zeit noch sehr verletzt und ist es leider nach über 6 Jahren Trennung immer noch.

Ich wusste auch nicht mehr wie ich mich meiner Tochter gegenüber verhalten sollte und suchte mir Hilfe bei einer Beratungsstelle.


Der größte Fehler meines Lebens

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
erstens durch nachdenken, das ist der edelste,
zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste,
und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.

Durch meine damalige Naivität, Gutgläubigkeit und Vertrauen in unsere Institutionen, wählte ich den zweiten Weg, welcher wenig später als dritter Weg Realität wurde!

Diese Dame von der Beratungsstelle kam ganz schnell zu dem Ergebnis, dass meine Tochter sexuell Missbraucht wurde. Einerseits konnte ich es mir nicht vorstellen und anderseits brach für mich eine Welt zusammen.

Mir war aber auch von Anfang an klar, falls es einen Missbrauch gegeben haben soll, dann kann es nur im entfernten Umfeld passiert sein. Den KV schloss ich auf jeden Fall aus. Soll er sein wie er will, aber so etwas macht er nicht, dessen war ich mir immer sicher. Die Pädagogin aus der Beratungsstelle hatte aber den KV in Verdacht, da ja meine Tochter so ablehnend dem Vater gegenüber war, aber diese Meinung teilte ich mit ihr nicht.

Wo anfangs noch bei mir einige Zweifel am Missbrauch meiner Tochter waren, glaubte ich nach einigen Wochen ganz fest daran, dass meine Tochter missbraucht wurde. Dafür sorgte schon diese Dame von der Beratungsstelle. Sie malte mir einen Missbrauch so schön aus, erklärte mir was Männer mit Kindern so machen und appellierte immer wieder an meine Mutterinstinkte, dass nur ich meine Tochter beschützen und ihr Leiden beenden könne.

Und nur das wollte ich, mein Baby beschützen.

Die Dame von der Beratungsstelle riet mir den Kontakt zum Vater zu unterbinden bis eine Klärung statt gefunden hat. Ich befolgte ihren Rat, da ich nur das Beste für mein Kind wollte. Der KV war mit dieser Entscheidung natürlich überhaupt nicht einverstanden und klagte das Umgangsrecht vor Gericht ein. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber noch keinem etwas von den Missbrauchsverdächtigungen berichtet, weil ich mir erst absolute Gewissheit darüber verschaffen wollte.

Niemand hatte es verdient für solch eine schlimme Tat beschuldigt zu werden bevor nicht die notwendigen Beweise vorhanden waren. Aber als es dann zum ersten Gerichtstermin kam, musste ich ja die Kontaktsperre begründen. Also hatte ich keine andere Wahl als den Verdacht des Missbrauchs offen zu legen. Die Richterin ordnete sodann ein Gutachten an.

Während dieser Zeit lernte ich einen neuen Mann kennen und war in einer festen Beziehung. Meine Tochter und auch mein Sohn verstanden sich prima mit meinen neuen Partner, was für uns beide eine Grundvoraussetzung war, schließlich hatte er auch eine Tochter aus erster Ehe, die uns alle 14 Tage übers Wochenende besuchte.

Der Gutachter konnte aber keinen Missbrauch feststellen bzw. schloss den KV als potentiellen Täter aus. Der KV wurde ja begutachtet weil die Dame von der Beratungsstelle ja ihn verdächtigte. So wurde beschlossen, dass meine Tochter wieder regen Kontakt zum Vater haben soll. Ich persönlich hatte damit kein Problem, weil ich ja nie glaubte dass mein Ex-Mann meiner Tochter so etwas Schlimmes antun könnte. Diese erneuten Kontakte entwickelten sich auch prima und alle waren zufrieden.

Alle, bis auf diese Pädagogin von der Beratungsstelle.

Sie schimpfte über den Gutachter und kritisierte seine Art der Begutachtung und sagte, dieser Gutachter bilde sich wohl ein, dass man Pädophilie testen könne wie einen Drogensüchtigen. Wenn das so einfach wäre, hätten wir weniger Missbrauchsfälle in Deutschland. Dann packte sie mich da wo man mich nur packen kann. An mein Gefühl und mein Verantwortungsbewusstsein als Mutter. Sie beschwor mich weiterhin mit meiner Tochter zu ihr zukommen, solange der Täter, von dem sie ganz fest überzeugt war, dass es ihn gäbe, ermittelt sei. Sie appellierte erneut an meine Mutterinstinkte und machte mir klar, wenn man den Täter nicht ausfindig macht, wird meine Tochter noch viele Jahre dieses Martyrium erleiden müssen. Und nur ich könne sie davor bewahren.

Und welche Mutter will das nicht?

Ich vertraute dieser Person, weil sie ja meine Tochter schon einige Monate betreut und sich in solchen Fällen auskennt. Dachte ich zu mindestens und dies war ein Fehler, den ich später noch bereuen sollte und noch immer bereue.

Also fuhr ich weiterhin mit meiner Tochter in diese Beratungsstelle, die übrigens dem Kinderschutzbund untersteht. Zwischenzeitlich riet mir diese Pädagogin auch etwas für mein Seelenheil zu tun und bot mir Gespräche in einer Erziehungsberatungsstelle an, wo auch ich mich mal anvertrauen könnte. Sie, die Pädagogin, könne dies nicht gewährleisten, weil sie nur mit Kindern arbeitet. Ich dachte mir, dies könne nicht schaden und machte dort einen Termin. Das die Dame von der Erziehungsberatungsstelle und die Pädagogin von der Beratungsstelle wo meine Tochter hin ging, zusammen arbeiteten und dann auch gemeinsam das Unheil vorbereiteten, war mir zur damaligen Zeit nicht so richtig klar.

Voller Zuversicht und im Vertrauen, dass ich mich diesen "Experten" anvertrauen kann, ging ich ziemlich blind an die ganze Sache heran oder besser gesagt, in die Sache hinein, weil wirklich heraus kam ich seitdem nicht mehr. Ich dachte man wolle meiner Tochter und mir helfen, dabei wollte man nur zerstören bzw. man wollte unbedingt einen Missbrauchsfall haben als ob es nicht schon genug geben würde. Und ich ließ dies alles zu!

Ja, ich hatte auch viel Respekt vor Menschen wie diesen "Fachleuten", welche sich für so eine wichtige Sache, nämlich dem sexuellen Kindesmissbrauch den Kampf ansagten. Heute weiß ich, dass nicht alle Menschen automatisch gut sind, bloß weil sie sich für eine gute Sache einsetzen. Aber es ist wohl dieses blinde Vertrauen welches diesen Leuten entgegen gebracht wird, dass diese meinen, sie könnten mit allen Mitteln in deren Kampf für die gerechte Sache dagegen vorgehen. Dafür bezahle ich heute noch und lebe mit dem schlechten Gewissen damals nichts getan zu haben.

Eines Tages sprach mich die Pädagogin an und bat um ein Gespräch ohne meine Tochter. Ich dachte mir nichts dabei, denn solche Gespräche fanden immer wieder mal statt, damit ein Resümee über die Therapiestunden meiner Tochter gezogen werden konnte. Ich war ja in der zwischen Zeit wieder verheiratet und wir hatten uns ein kleines Häuschen gekauft.

Das Gespräch nahm ich zum Anlass meinen Mann an dem besagten Gespräch teilhaben zu lassen, denn er erlebte auch meine Tochter im Alltag und konnte auch zu ihrer Entwicklung etwas sagen. Dies wurde aber von der Beratungsstelle abgelehnt, was mich sehr erstaunte und mir auch unerklärlich erschien. Als Begründung wurde genannt, ich wäre die alleinige erziehungsberechtigte Person meiner Tochter und mein Mann wäre nicht der leibliche Vater und deshalb ginge es ihn auch nichts an. Da bekam ich das erste Mal so richtige Bauchschmerzen. Ich wiederum sagte das Gespräch ab, weil mir diese Begründung nicht einleuchtete und ich es auch als unverschämt ansah, meinen Mann so zu behandeln. In aller Deutlichkeit machte ich klar, wenn ein Gespräch statt findet, dann nur mit meinem Mann. Ich muss dazu sagen, dass man bis zu diesem Tag mir nicht mitteilte was in deren Köpfen vor sich ging.

Jedenfalls bekam ich zwei Tage später einen Anruf vom hiesigen Jugendamt (JA) wo man mich einen Tag später zum Gespräch orderte. Bei diesem Gespräch machte man mir klar, dass mein jetziger Ehemann als Täter in Frage käme. Alle Hinweise deuten daraufhin, dass er meine Tochter missbraucht. Ich dachte ich falle vom Glauben ab.

Man riet mir meine Tochter freiwillig ins Heim zu geben oder man würde sich über Nacht einen Gerichtsbeschluss besorgen, der mir auf der Stelle das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzieht. Ich sagte zu den Anwesenden, sie sollen doch meinen Mann anzeigen und dann würde sich ja zeigen ob er der Täter sei oder nicht. Dies lehnte das JA ab, weil keine schlüssigen Beweise da wären und sie dann mit einer Gegenanzeige wegen Verleugnung rechnen müssten.

Sie sagten: "Meine Tochter hätte sich nonverbal zum Missbrauch durch meinen Mann geäußert."

Nur wie kann man sich nonverbal äußern ohne mit dem Finger auf jemanden zu zeigen? Trotzdem hatte ich keine Wahl und musste meine Tochter ins Heim geben. Ich tat es erst mal freiwillig, weil ich nicht alle Rechte verlieren wollte. So konnte ich zu mindestens noch für meine Tochter kämpfen. Wir waren alle am Boden zerstört, ich wurde depressiv und musste Medikamente nehmen, sonst hätte ich wer weiß was getan. Gott sei Dank halfen mir die Medikamente mich aus der Depression heraus zu holen und ich konnte den Kampf wieder aufnehmen.

So zog ich erneut vor Gericht und erstritt ein zweites Gutachten. Zwischenzeitlich schaffte es das JA über einen Gerichtsbeschluss mir das Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht zu entziehen, weil sie befürchteten ich könne mit dem Kind sonst wo hin gehen. Bei dieser Verhandlung konnte ich auch erstmals etwas Schriftliches von dieser Pädagogin sehen. Sie reichte eine Stellungsnahme zur Therapie meiner Tochter ein. Als ich diese lass, schlug es mir regelrecht ins Gesicht. Da wurde gelogen was das Zeug hielt. Sie vertauschte Daten, interpretierte Gegebenheiten total falsch und drehten mir regelrecht das Wort im Mund um. Sie drehte sich alles so zurecht, dass es sich nur um einen Missbrauch handeln kann. Wenn ich das veröffentlichen könnte, man würde nur mit dem Kopf schütteln. Das grenzt schon an krimineller Energie.

Dieses Gutachten machte der Gutachter, der auch schon das erste Gutachten erstellte. Und wieder konnte kein Missbrauch festgestellt werden. Aber diesmal vertrat der Gutachter die Meinung, ich hätte eine Bindungsstörung zu meiner Tochter und regte dem Gericht an, mir meine Tochter nicht zurück zugeben bis ich an dieser Störung gearbeitet habe. Er machte den Vorschlag das Kind zum Vater zu geben aber nur mit der Auflage, einer sehr umfangreichen Familienpflege, weil der KV physisch und psychisch überfordert ist. Also kam meine Tochter nach 18 Monaten Heimaufenthalt zu ihrem Vater. 18 Monate deshalb, weil sich die ganze Sache ewig hin zog. Ich musste u. a. 6 Monate auf einen Gerichtstermin warten! Dass meine Tochter nun zum Vater zog war mir lieber als sie weiterhin im Heim ausharren lassen zu müssen. Es war zwar nicht die optimale Lösung aber immerhin die bessere für alle Beteiligten.

Dadurch war aber mein Besuchsrecht nicht verbessert worden. Ich durfte meine Tochter nur einmal in der Woche für 3 Stunden besuchen und durfte mich auch nur auf der Straße mit ihr aufhalten. Nach Hause durfte ich sie nicht nehmen, weil dass JA immer noch von einem Missbrauch überzeugt war. Die Überzeugung (Fanatismus) war so groß, dass das JA sich nicht scheute vor Gericht eine Falschaussage zumachen. Da wurde behauptet, meine Tochter würde immer noch sexuelles Verhalten zeigen, und es würde immer noch massive Hinweise geben, dass mein Mann meine Tochter sexuell missbraucht hätte, was überhaupt nicht den Tatsachen entsprach.

Tatsache war nur, und das kann ich belegen, dass man immer noch meine Tochter manipulierte und zwar von allen Seiten. Selbst der KV denunzierte mich weiterhin und versprach dem Kind die tollsten Sachen, u. a. einen Hund, wenn sie zur Richterin sagt, sie wolle zum Papa ziehen. Dies tat sie dann auch mit der Begründung, sie wünsche sich einen Labrador. Und man sprach dem Vater das alleinige Sorgerecht zu. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist immer noch beim JA.

Sie hat später nie einen Hund erhalten, und nun lebt sie seit über einem Jahr beim Vater. Anfangs erhielt der KV eine umfangreiche Familienpflege und nach 6 Monaten gab man meine Tochter in eine Tagesgruppe. Dort geht sie täglich nach der Schule bis 17 Uhr hin. Das Urteil, dass der KV das alleinige Sorgerecht erhält, habe ich beim OLG angefochten, und dort bekam ich auch erstmals ohne Verhandlung Recht. Denn das OLG stellte fest, dass das Familiengericht dem KV nicht das alleinige Sorgerecht hätte geben dürfen, da ich nie mit dem KV verheiratet gewesen war. Um dem unehelichen Vater das alleinige Sorgerecht zu geben, bedarf es einen separaten Antrag vor Gericht und die Zustimmung der Mutter. Beides wurde nicht gemacht und somit ist das Urteil nichtig. Aber zu einer Verhandlung vorm OLG kam es nicht mehr, weil das hiesige Familiengericht wieder einmal schlampte indem es Fristen versäumte, Anträge durcheinander warf oder die Gerichtsakte unvollständig an das OLG weiter leitete. Der Richter vom OLG war dann so genervt, dass er die Sache mit der Auflage den Fall neu zu verhandeln, an das Familiengericht zurückgab.

Auch dazu kam es nicht mehr, weil ja mittlerweile meine Tochter beim Vater lebte und dieser in einem anderen Bundesland lebt. Somit war wieder ein neuer Zuständigkeitsbereich für den Fall meiner Tochter. Aber dieser neue Zuständigkeitsbereich hat mir enorm weiter geholfen, denn das dortige JA ist neutraler und nicht so besessen wie das hiesige JA. Ich habe beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Petition eingereicht und man versprach mir diese zu bearbeiten. Leider habe ich nichts mehr von denen gehört.

Unser JA habe ich auch beim Ministerium NRW angezeigt, aber eine Krähe hackt der anderen......

Diese Pädagogin habe ich mittlerweile bei der Psychotherapeutenkammer auch angezeigt, aber da wurde sie "nur" verwarnt, denn sie hätte als behandelnde Therapeutin eine gutachterliche Stellungsnahme ans Gericht, was sie ja tat, nicht schreiben dürfen. Dies hätte sie delegieren müssen. Gegen diese Verwarnung habe ich erneut Einspruch erhoben, weil es mE zu wenig ist. Und über einen Anwalt habe ich versucht, Akteneinsicht von dieser Beratungsstelle zu bekommen, aber dies wird abgelehnt weil ich kein Sorgerecht habe.

Zurzeit läuft wieder ein Gutachten, aber diesmal ist ein anderer Gutachter dabei. Und wie es der Zufall will, erzählte mir die Gutachterin, dass sie die Beratungsstelle bestens kennt. Sie, die Gutachterin, hätte schon einige Fälle begutachtet wo genau diese Beratungsstelle involviert war und Kindern einen Missbrauch suggeriert wurde, wo gar keiner gewesen ist. Dass diese Beratungsstelle systematisch Familien auseinander gerissen hat oder dafür sorgte, dass Väter ihre Kinder nicht mehr sehen konnten. Die Gutachterin plädiert dafür, diese Beratungsstelle zu schließen aber anscheinend ist man mit diesem Thema zu wenig an die Öffentlichkeit gegangen, weil wer will schon Menschen kritisieren, wenn diese sich für eine gute Sache einsetzen?

Ich tat es. Ich veranlasste, dass die Bildzeitung über meinen Fall berichtet. Zwar hat es mir persönlich nicht geholfen aber danach fühlte ich mich befreiter. Ich wollte mich nicht mehr Mundtot machen lassen. Vor einiger Zeit beantragte ich Akteneinsicht beim hiesigen JA, was man mir erstaunlicherweise erlaubte. Man verweigerte mir zwar Kopien zumachen aber ich habe den genauen Wortlaut aufs Band gesprochen, was den Damen und Herren nicht gefiel. Aber da man mir Aufzeichnungen gestattete..... Ob ich sie nun mündlich oder schriftlich mache, ist dann ja wohl meine Entscheidung oder?

Da stach mir ein Abschnitt ins Auge, wo diese Pädagogin das JA über die Therapie meiner Tochter informierte. Ich möchte dazu sagen, ich hatte NIE dieser Dame sonst noch irgendwem von der Schweigepflicht entbunden. Aber dies und vieles mehr, wurde von denen einfach nur ignoriert. Um mal einen Einblick zu geben wie hinter meinem Rücken mit meiner Tochter gearbeitet wurde, wird dieser Auszug aus der JA-Akte beweisen.

Zitat

"In dem Telefonat vom 2003 teilte Frau Pädagogin mit, dass Sabrina bisher 8 Termine wahrgenommen habe. Sabrina zeige deutliche Angst beim Thema Papa. Es gebe auch andere Auffälligkeiten die den Verdacht des sexuellen Missbrauchs erhärten würden. Allerdings sei noch keine abschließende Diagnose möglich. Es gäbe einige Auffälligkeiten in Sabrinas Spielverhalten. Sabrina steht auch deutlich unter Druck sobald sie sich aufgrund eines aufgebauten Vertrauens einschließt. Einzelheiten zu erzählen nimmt sich diese bei Nachfragen sofort zurück. Sabrina hat eine Sprachentwicklungsverzögerung. In der vorletzten Gesprächsstunde arbeitet Frau Pädagogin mit Sabrina mit einem Buch in dem Babypuppen u. a. nackt zu sehen sind, wo auch Körperteile benannt werden. Nach dieser Stunde zeigte Sabrina zu Hause wieder massive Verhaltensauffälligkeiten. Auch hier war oft mit ihrer Angst, danach wieder eine neue Annäherung zwischen Frau Pädagogin und Sabrina notwendig."

Sabrina hatte nie eine Sprachentwicklungsverzögerung und das sie immer sehr verstört war wenn ich mit ihr von einer Therapiestunde kam, stimmte. Aber erst jetzt erfuhr ich durch die Akteneinsicht den wahren Grund. Zurzeit wird eine Annäherung meiner Tochter zu mir und meinem Mann gemacht, die sich auch sehr schwierig gestaltet weil leider der KV mich und meinen Mann immer noch denunziert und eine Übernachtung bei uns zu Hause ablehnt, obwohl die Gutachterin es so will. Also muss das alles erneut vor Gericht ausgetragen werden leider zu Lasten meiner mittlerweile 9jährigen Tochter.

Sie tut mir so unendlich leid, weil sie immer wieder dermaßen zwischen die Fronten gerät. Ich hoffe und bete, dass das alles bald ein Ende haben wird, weil

Wo ein Anfang ist, muss auch ein Ende sein.

... und so ging's weiter

Dank einer engagierten Richterin hat sich die Annäherung hat sich dann doch noch gut und zügig entwickelt. Meine Tochter ist jetzt jedes zweite Wochenende im Monat bei uns zu Hause und in den Ferien jeweils zur Hälfte bei mir, die andere Hälfte bei ihrem Vater. Der Kontakt zu meinem Mann war nicht schwer, die Kleine hat ihn von der ersten Minute an ins Herz geschlossen. Da waren weder Berührungsängste noch sonst was.

Der angeblich sex. Missbrauch wurde erneut widerlegt, ebenso die angebliche Bindungsstörung. Auch habe ich es mittlerweile geschafft, dass man mir das gemeinsame Sorgerecht mit ihrem Vater zusammen übertragen hat. Sie wohnt aber weiterhin bei ihrem Vater. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht liegt weiterhin beim Jugendamt.

Ich habe gekämpft und ich werde weiter kämpfen, denn ich bin noch lange nicht am Ziel. Mittlerweile habe ich auch einiges an Post erhalten. Meine Beschwerde an die Präsidentin des Landtags NRW wurde auch beantwortet. Ich war nicht verwundert als ich den Brief laß, denn ich habe nichts anderes erwartet.

Man schrieb mir:

"Der Petitionsausschuss hat sich über den der Petition zugrunde liegenden Sachverhalt unterrichtet und sich davon überzeugt, dass die vom Jugendamt getroffenen Entscheidungen und Maßnahmen rechtlich nicht zu beanstanden sind. Die eingeleitete sozialpädagogische Familienhilfe ermöglicht es auch Frau B., ihren Kontakt zu dem Kind aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus treffen die Jugendämter ihre Entscheidungen im Rahmen der verfassungsrechtlich garantierten kommunalen Selbstverwaltung in ausschließlich eigener Verantwortung, ohne hierbei an Weisungen und Empfehlungen des Landes gebunden zu sein."

Im Klartext, die Jugendämter in Deutschland können schalten und walten wie es ihnen passt, und keinem schert es. Das war mir schon früher bewusst, aber da war es nur Hören und Sagen. Jetzt bestätigte es mir der Landtag persönlich. Deshalb gehen auch so viele Petitionen nach Brüssel damit diese Willkür und diese Missstände endlich aufhören. Das Jugendamt muss sich einer Kontrollbehörde unterziehen sonst wird es eines Tages soweit kommen wie es damals in der DDR war, man wird Zwangsadoptieren. Auch ich hatte ja eine Beschwerde nach Brüssel geschickt, die jetzt auch Gott sei Dank bearbeitet wurde und man mir geantwortet hat.

Darin heißt es u.a.:

"Dem Ausschuss liegen zahlreiche weitere Petitionen zum selben Thema vor, so dass die Mitglieder des Ausschusses die verschiedenen Angaben über den Umgang der zuständigen Behörden mit den Auswirkungen einer Trennung der Eltern auf die Rechte des Kindes und die Rechte der Eltern miteinander vergleichen konnten. Die deutschen Behörden wurden ebenfalls kontaktiert und zu ihren Beobachtungen befragt. Es war jedoch nicht möglich, für jeden Einzelfall eine individuelle Lösung zu finden. Der Ausschuss hat ein Dokument erarbeitet, in dem die verschiedenen Aspekte des Problems aufgeführt und die für die Klärung jedes Einzelfalls zuständigen politischen und juristischen Behörden in Deutschland genannt werden. Der Ausschuss erwartet allerdings, dass die deutschen Behörden, insbesondere die auf nationaler und regionaler Ebene zuständigen parlamentarischen Gremien, den Beobachtungen und Erkenntnissen des Ausschusses Rechnung tragen und in ihrem weiteren Vorgehen den Beschwerden der betroffenen Eltern, die ihre Rechte häufig völlig zu Recht als verletzt ansehen, in wirksamer Weise nachgehen werden."

Hier das Arbeitsdokument des europäischen Parlaments

Jetzt wo ich auch endlich das Sorgerecht zurück habe, habe ich erneut über einen Anwalt Akteneinsicht bei dieser Beratungsstelle, die meiner Tochter und der gesamten Familie das Leben zur Hölle machte, beantragt. Sollte sie die Akteneinsicht erneut verweigern, gehe ich vor Gericht.

Wie gesagt, ich habe einen beschwerlichen Weg hinter mir, aber ich bin noch nicht am Ende, das bin ich meiner Tochter, meiner Familie und anderen unschuldigen Kindern und Eltern schuldig.

Fortsetzung

Wie bereits schon erwähnt, lief bis jetzt alles so wie ich es mir vorgestellt hatte. Dank meiner Anwältin bin ich, zwar mühselig, vorwärts gekommen aber ich kam vorwärts. Meine Tochter, mittlerweile 14 Jahre alt, lebt immer noch bei ihrem Vater. Ich habe es akzeptiert und es war auch für alle Seiten in Ordnung so. Sie besuchte mich alle 14 Tage am Wochenende und jeweils immer zur Hälfte aller Ferien. Der Kontakt zum Kindsvater ist nach wie vor mit Spannungen geprägt, aber wir versuchen die Contenance zu wahren. Bis zum Sommer 2013, da machte meine Tochter mir klar, dass sie gern zu mir ziehen möchte weil sie der Meinung ist, dass wir uns besser um sie kümmern. Ich fragte nicht nach dem wahren Grund, denn meine Tochter braucht keinen Grund um zu mir zu ziehen. Also setzte ich mich mit dem JA, in dem Ort wo meine Tochter bzw. ihr Vater wohnten, in Verbindung und wir setzten alles in Bewegung um diesen Umzug zu realisieren. Das JA in meinem Wohnort ließ ich außen vor, da meine Erfahrungen mit dieser Behörde mehr als schlecht waren und ich hatte auch nicht das Bedürfnis diese Leute wieder zusehen. Es ärgert mich immer noch, dass mich die Frau Z. vom JA, immer wenn sie mich auf der Straße trifft, sch.... freundlich grüßt. Dann frage ich mich immer, warum macht sie das. Hat sie vergessen was sie uns angetan hat, hat sie keine Schuldgefühle oder ist es einfach nur Hohn den sie mir entgegen bringt. Jedenfalls, nach Gesprächen und der klaren Bitte meiner Tochter zog sie dann im Juli zu uns. Nach 8 Jahren sind wir endlich wieder eine perfekte Familie und ich muß sagen, ich bin so glücklich über diesen Zustand, dass ich es manchmal noch gar nicht fassen kann. S. wechselte die Schule und lebte sich gut ein. Es klappt alles hervorragend, auch der Kontakt zu meinem Mann ist super, auch wenn es ab und an mal ein paar Krabbeleien gibt, aber dann setzen wir uns hin, reden über alles und jeder darf seine Meinung sagen. Es ist ja auch nicht aus zuschließen das es hier und da mal ein paar kleine Spannungen gibt, S. in der Pubertät und wir Erwachsenen haben ja auch unsere Anforderungen an das Kind, mit denen sie nicht immer einverstanden ist. Wie in einer ganz normale Familie halt. Nebenbei versuchte ich immer noch wie verrückt die Akteneinsicht zu bekommen was natürlich vehement von der Beratungsstelle abgelehnt wurde. Es wurde immer und immer wieder die Unterschrift des Kindsvaters (KV) gefordert, da wir gemeinsames Sorgerecht hatten. Der KV verweigerte weiterhin die Unterschrift. Ich glaube, die in der Beratungsstelle ahnten dies und pokerten dementsprechend. Aber die Rechnung machten sie ohne den Wirt. Ich habe soviel durchgemacht, also kann mich so etwas nicht erschüttern. Es war immer wieder ein Rückschritt aber bei jedem Rückschritt machte ich 2 Schritte vorwärts. Also blieb mir nichts anderes übrig es übers Gericht zu versuchen. Anfangs versuchte ich es allein, über eine Einstweilige Verfügung, die aber vom Bielefelder Gericht abgeschmettert wurde , mit der Begründung, dass a) kein akuter bedrohlicher Vorfall besteht und b) aufgrund der langen Dauer des Verfahrens ist mir zumutbar einen normalen Prozess zu führen. Also ging ich zu meiner Anwältin und versuchte es über den obligatorischen Weg. Ich musste auch, Gott sei Dank, nicht lange auf einen Gerichtstermin warten. Die Richterin beim Bückeburger Familiengericht, die mir auch das Sorge - und Aufenthaltsbestimmungsrecht, wenn auch nur geteilt mit dem KV, wieder gab, war auch diesmal die Vorsitzende. Ich muss sagen, eine bemerkenswerte und wirklich kompetente Richterin, von denen ich mir mehr wünschte. Sie hatte für alles Verständnis, war zu 100% auf meiner Seite, wollte aber nicht per Gerichtsbeschluss zu meinen Gunsten entscheiden, sondern an die Vernunft des KV appellieren, um so mir zu meinem Recht zu verhelfen. Und ich muss sagen, sie schaffte es mit Bravour. Sie redete und redete mit dem KV, erklärte es ihm so, dass es auch ein Kleinkind verstanden hätte. Sie appellierte an seine Vernunft, machte ihm meine Gefühlslage deutlich und schaffte es nach geschlagenen 60 min. den KV davon zu überzeugen seine Unterschrift zu geben. Die Gerichtsverhandlung war zwar mehr ein Schlichtungsgespräch welches 60 min. dauerte. Und die ganze Zeit redete sie nur mit dem KV, alle anderen Beteiligten waren mehr oder weniger stille Zuhörer. Diese Geduld und das Einfühlungsvermögen was diese Richterin, eigentlich hat sie es verdient das man hier ihren Namen nennt, hatte, davor ziehe ich den Hut. Wie gesagt, am Ende gab der KV seine schriftliche Genehmigung zur Akteneinsicht. Die Richterin legte uns zwar eine Auflage auf, dass die Akte niemals unserer Tochter zum Lesen gegeben wird oder ihr inhaltlich davon berichtet wird. Aber das alles stand für mich außer Frage. Ich habe mein Baby immer beschützt, auch wenn ich sie vor dem größten Unheil nicht beschützen konnte, und werde sie, all meine Kinder, immer wieder beschützen, solange ich lebe. Klasse fand ich auch, die Metapher, die die Richterin zum Thema Akteneinsicht benutzte. Sie sagte wörtlich, nicht wissen zu können was in der Therapie geschehen ist, ist als wenn man Krebs hat und der Arzt einem nicht sagen will um welche Art es sich von Krebs handelt. Sie selbst stelle sich das als schrecklich vor.

So, nun hatte ich endlich die ersehnte Unterschrift, was nicht bedeutet, dass ich gleich Akteneinsicht erhalte. Insgesamt forderte ich 3 mal die Beratungsstelle schriftlich per Einschreiben und Rückschein zur Herausgabe der Akten auf, aber sie reagierten in keinster Weise. Ist das nicht arrogant hoch drei!?

Also musste ich erneut vor Gericht. Meine Anwältin, der ich sehr viel zu verdanken habe, denn so engagiert wie diese Frau hat sich kein anderer für mich, bis auf diese Richterin eingesetzt, setzte einen Brief mit angegebener Frist an das Bielefelder Gericht auf, und das Gericht forderte die Beratungsstelle auf, mir schnellstens die Akte auszuhändigen. Und somit war die Beratungsstelle gezwungen zu reagieren. Dabei stellte sich heraus, dass die besagte Therapeutin, die damals einen Missbrauch unterstellte, da nicht mehr arbeitet. Ob sie gegangen ist oder gegangen worden ist, kann ich leider nicht sagen. Aber plötzlich war man ohne Wenn und Aber bereit mir die Akte in Kopie aus zu händigen. Es wurde ein Termin vereinbart und der Vorstandsvorsitzende, Dr. P. des Vereins kam persönlich um mir die Akte aus zu händigen. Natürlich wies er alle Verantwortung von sich, bedauerte zwar den Fehler aber sah keinerlei Schuld in der Sache, die die Beratungsstelle übernehmen konnte.Wie sagte er, schließlich hätte das Jugendamt mir das Kind weggenommen und nicht die Beratungsstelle. Ich dachte, ich falle vom Glauben ab. Obwohl, eigentlich dürfte mich nichts mehr bei dieser Institution verwundern doch irgendwie schaffen sie es noch immer. Daraufhin fragte ich Dr. P. folgendes: „ Wenn Herr Doktor einem Patienten eine problematische OP vorschlägt und der Patient sich für diese OP entscheidet weil der Patient schließlich dem Arzt vertraut und glaubt das er weiß was er macht, die OP aber dann doch schief geht, wer dann die Verantwortung trägt. Der operierende Arzt, der bei der OP Fehler machte oder der Patient der sich für die OP entschieden hatte obwohl er die Option hatte sich dagegen zu entscheiden.“ Dr. P wurde nur sehr fahrig und meinte ich würde von zwei paar Schuhen sprechen, das Eine hätte mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun. Natürlich nicht. Dann versuchte er unterschwellig es so hinzustellen, dass nicht die Beratungsstelle für dieses Dilemma verantwortlich ist, sondern die agierende Person, sprich die Therapeutin. Aber damit wird er nicht durchkommen, denn wie sich in der Akte herausstellte, hat Frau Therapeutin in regelmäßigen Abständen eine Supervision mit all den anderen Therapeuten in der Beratungsstelle gehabt, wo der Fall meiner Tochter offen zur Sprache kam. Sie schilderte detailgetreu ihre Beobachtungen mit meiner Tochter und holte sich auf diese Weise Zuspruch und Bestätigung. Das bedeutet für mich, dass nicht nur Frau Therapeutin involviert war sondern die gesamte Beratungsstelle. Aber das hielt ich Herrn Doktor nicht unter die Nase, da ich bei der Übergabe den Inhalt der Akte ja noch nicht kannte. Und, ich glaube, es hätte wenig Sinn gemacht so borniert wie er sich gab.

Schnell merkte ich, dass es keinen Sinn macht mit diesem Menschen weiter zusprechen. Er war so was von sich und seiner Unschuldsmeinung überzeugt, so dass ich eine andere Taktik auffahren musste. Dazu später mehr.

Ich bekam alle Seiten, jedenfalls hoffe ich es, denn die Seiten waren von Anfang an nicht nummeriert, sie wurden. im Nachhinein, beim Kopieren, nummeriert, in Kopieform. Und selbst die chronologische Reihenfolge ist nicht nachvollziehbar, da die Seitenzahlen sehr schwach erkennbar sind. Vielleicht alles nur Taktik, ich weiß es nicht und werde es wohl nie erfahren. Die Videoaufzeichnungen die damals die Therapeutin von meiner Tochter gemacht hatte und die in den Akten auch mehrfach erwähnt werden, wurden mir nicht ausgehändigt mit der Begründung, sie würden nicht existieren. Angeblich stellte sich nach den Aufnahmen heraus, das die Videoaufzeichnungen für die Therapie irrelevant bzw. unbrauchbar wären und somit hätte sie man gelöscht. Diese Aussage hätte Frau Therapeutin gemacht, nachdem sie von der Beratungsstelle kontaktiert wurde. Wir reden hier von Dokumenten die eigentlich 10 – 30 Jahre aufbewahrt werden müssen nach Patientenrechtsgesetz.

Also forderte das Gericht nochmals die Beratungsstelle auf, ALLE Unterlagen, auch die Videoaufzeichnungen, auszuhändigen oder die Beratungsstelle muss mit erheblichen Konsequenzen rechnen. Da wir aber nicht nachweisen können das die Beratungsstelle lügt und ein Gerichtsvollzieher höchstwahrscheinlich eh nichts finden würde, bestanden wir nicht mehr auf die Videoaufzeichnungen. Ich persönlich glaube auch nicht das sie relevant wären. Ich hatte ja die schriftlichen Aufzeichnungen die teilweise schwer zu lesen waren weil a) alles mit der Hand geschrieben wurde und es zum Teil eine Sauklaue war und b) die Kopien manchmal etwas undeutlich waren weil beim Schreiben nicht genug aufgedrückt wurde oder vielleicht mit Bleistift geschrieben wurde. Ich weiß es nicht.

Nachdem ich die Akte hatte, begann ich zu lesen und in mir stieg erneut so eine Wut hoch, anderseits war ich so geschockt und angeekelt. Im Großen und Ganzen verschlug es mir einfach nur die Sprache.

Hier ein paar Auszüge aus der Akte:

  • Bauchschmerzen werden als „nicht sprechen dürfen“ interpretiert
  • 4 j. Kind, meine Tochter ist gemeint, wechselt oft ihre Meinung, klassisches Symptom eines Missbrauchs
  • 4j.spielt viel Prinz und Prinzessin die heiraten, Missbrauchsindiz
  • im Spiel kommt eine Schlange vor – Penissymbol
  • Schlange spuckt Spucke oder Schleim, wird von der Thera indirekt als Ejakulat betrachtet
  • S. reibt auf der Stuhlfläche, hat zeitweise Babysprache, sind Anzeichen eines Missbrauchs (Telefonat mit der Kindergartenerzieherin von S., Kindergarten empfindet dies als normal und nicht besorgniserregend)
  • Zitat: „Bild „Herz“ gezeigt, Penissymbol, bringt Aufregung in die Stunde, sie zeigt mir ihr inneres Chaos, Vertrauensbeweis. Aufforderung Grenzen zu setzen, sie (meine Tochter) ist die Ohnmächtige und weiß keinen Ausweg. Missbrauch durch den Partner der Mutter wahrscheinlich.“
  • S. (meine Tochter) knetet, Mutter und ich (Therapeutin) warten draußen, ich (Thera.) darf nicht mit ihr (S.) reden, ich darf nichts sagen. Ich (Thera.) frage:“Wer sagt das?“ S. guckt mich mit großen Augen an,
  • 4j. näßt ab und an mal ein, Missbrauchssymptom
  • Kind erzählt, dass sie mit Stiefvater baden war, (Thera sieht nur die Möglichkeit einer Badewanne, Schwimmbad kommt ihr nicht in den Sinn)
  • S. will malen, Bild was ich bei Mama malen wollte, Kugel, starker Wind, Wolken, Wind macht Kacke immer größer, S. malt dann Jungen (Mann) hellblau mit Penis und Po, er kackt und pullert, er hat bösen Mund, er guckt böse weil er die Mama haben will, darunter Mädchen mit schöner Scheide und Rock an. Bild wirkt wie anale Penetration. Mädchen hat Schleife im Haar, sei schon groß, sei die Schwester. S. will Bild mit zum Papa nehmen.
  • Mutter kann Missbrauch nicht sehen, stabilisiert unbewusst Missbrauch durch Hauskauf, Heirat etc.
  • deutliche Kindeswohlgefährdung liegt vor, weil S. es nonverbal sagte, indem sie ein Spiel mit einem Dino und einem Vogel spielte indem sie den Vogel aufforderte sich auf das Horn von dem Dino zusetzen.
  • Therapeutin erzählt S.von weiteren Gesprächsterminen in Minden, erzählt S., dass sie (Thera.) sich Sorgen um S. macht weil S. ein Geheimnis hat was sie nicht verraten darf. S. sagt, ja es gibt ein Geheimnis. Thera sagt zu S.: „Ich denke das ich das Geheimnis kenne, dass eine Person etwas mit dir macht was nicht gut ist, dass Jemand dich anfasst oder du sie anfassen musst, wo du das nicht möchtest. “ S. sagt darauf, Mama macht nichts mit mir.das Geheimnis ist Papa F. (Stiefpapa)
  • Dann bekommt S. Angst und nimmt alles zurück und sagt nein, Papa F. macht nichts mit mir. (Erste geheime Vorbereitungen mit dem Jugendamt (JA) zw. Wegnahme des Kindes laufen, soll aber erst noch mal ein Gespräch mit S. stattfinden.)
  • Nächste Stunde, spreche S. auf das Geheimnis an. S. sagt, was meinst du? Ich (S.) habe doch gelogen, stimmte doch alles nicht und außerdem hatte ich „April, April “ gesagt. Thera entgegnet darauf hin zu S., vielleicht stimmt ja doch was von dem, ich möchte dir doch nur helfen.
  • Es gibt keine gesicherten Anhaltspunkte wer der Täter ist (Auszug aus der Akte)
  • Jetzt Kind aus der Familie raus nehmen, da S. eine Verantwortung für die Mutter übernimmt und dicht machen kann.
  • S. wird aus der Familie genommen, kommt in die Clearinggruppe
  • Gespräch mit Mutter, JA, und anderen. Missbrauch geht weiter, Täter aus sozialen Nahbereich
  • S. ist wütend auf mich (Thera), will mich umrennen. Ich (Thera) erkläre ihr, sie sei wegen dem Geheimnis im Heim. S. sagt zur Thera: du lügst, du lügst„
  • (nächste Stunde) S. ist weiterhin wütend auf mich, S. geht raus, sagt lass mich in Ruhe, vorher schlägt S. mich mit dem Schal, S. sitzt 20 min. auf dem Flur. Ich halte Gesprächskontakt
  • S., 6j.alt, zeigt distanzloses Verhalten, reibt sich im Schlaf die Scheide, fasst sich an die Scheide, zieht sich in Gegenwart anderer Kinder (Jungs) aus.
  • (zwei Monate später!) Wut von S. hält an, fahre sie besuchen. S. will nicht das ich rein komme, weißt mich zurecht, haut mir leicht auf den Kopf
  • (5 Wo. später) S. sagt, ich will nicht mehr kommen , S. ist weiterhin wütend auf mich, ich soll sie in Ruhe lassen. Ich erreiche sie, indem ich ihr sage,dass Mama sie ja immer hier her gebracht hatte damit ich dir helfe und das habe ich ja getan.
  • Ich erkläre S., dass Mama noch lernen muß besser auf sie aufzupassen. Ich spreche S. auf das Gericht an, S. sagt Herr W.-P. (Gutachter, der übrigens im Gutachten schrieb, das er aus den Schilderungen von der Therapeutin keinen Missbrauch erkennen kann) soll wieder mit mir spielen, er soll mit F. (Stiefvater) sprechen.

Zu Punkt 11 sollte ich folgendes erklären. S. war vielleicht 4 Jahre alt, es war im Sommer, sehr heiß und ich hängte Wäsche im Garten auf. S. und C. (C. ist Tochter meines Mannes aus 1. Ehe und ca. 2,5 Jahre älter als S.) spielten im Kinderbassin mit Wasser. C. Hatte einen Bikini an und weil sie übergewichtig war trug sie noch einen Rock darüber um so ihre Figur zu verstecken. C. mußte wohl auf Toilette und hatte keine Lust rein zugehen, also zog sie ihre Bikinihose aus, hob den Rock, stellte sich breitbeinig auf die Wiese und pillerte los. Ich schimpfte ein wenig mit C. und bat sie beim nächsten Mal auf die Toilette zu gehen. S. beobachtete ganz erstaunt die Situation und lachte sich dann eins ins Fäustchen. S. fand das irgendwie lustig und C. lachte dann mit. Mein Mann bekam von der ganzen Situation nichts mit, ich erzählte es ihm nur später. Auch er war über C.'s Verhalten erbost. Die Kinder lachten auch noch später darüber weil sie, so machte es den Anschein, uns nicht für Voll nahmen. Für sie war es noch lange eine witzige Geschichte, kam aber so nie wieder vor. Das ist der Kontext zu diesem Bild. Ich erzählte auch der Thera diese Geschichte aber sie hörte sie sich nur an und ignorierte alles andere. Mußte sie auch, sie hatte sich ja schon ihre Meinung gebildet und alles andere passte da nun wirklich nicht rein.

Soweit bin ich jetzt gekommen und alles geht in die letzte Runde. Ich weiß das man keine Wiedergutmachung erwarten kann aber Gerechtigkeit, die erwarte ich und dafür kämpfe ich noch ein letztes Mal. Wie Gerechtigkeit aussehen könnte? Ihr werdet es erfahren wenn die Zeit gekommen ist, versprochen. Damit jetzt keine Missverständnisse aufkommen, ich plane nichts illegales. Ich bin all die Jahre den legalen, öffentlichen Weg gegangen und werde diesen auch weiterhin beschreiten. Ich war, bin und werde immer eine ehrliche Socke sein. Darauf habt ihr mein Wort!

Lydia Behnke
Bergring 53
32469 Petershagen